Die besten europäischen Startups kommen im Herbst nach Dresden

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Auf der Cebit fiel der Startschuss für die diesjährigen High Tech Venture Days. Ein Gründer berichtet, wie er auf dem Kongress im Vorjahr Investoren gefunden hat.

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Robert Franke, Bettina Voßberg, Max Ruffo und Robert Weichert (von links) geben symbolisch den Startschuss für die diesjährigen High Tech Venture Days in Dresden. Foto: Tino Böhler

Dresden. Trotz einer guten Geschäftsidee schafft es nicht jedes Startup langfristig zu überleben. Oft fehlt der Kontakt zu Investoren, um die Firma mit Hilfe einer stabilen finanziellen Grundlage auch durch schwierige Zeiten zu steuern.

Die Stadt Dresden hat dies erkannt und möchte Gründern unter die Arme greifen. Gemeinsam mit der High Tech Startbahn lädt sie im Herbst wieder zu den High Tech Venture Days ein. Seit 2013 hat sich die Veranstaltung zu einem von Europas führenden Investorenkongressen entwickelt. Auf der Cebit in Hannover fiel jetzt der Startschuss für den diesjährigen Wettbewerb.

„Europäische Startups und Wachstumsunternehmen aus dem High-Tech-Bereich können sich bis zum 30. Mai bei uns bewerben. Am 18. Und 19. Oktober haben die 40 besten von ihnen die Möglichkeit, sich in Dresden vor 70 Investoren zu präsentieren“, sagt die Vorstandsvorsitzende des High-Tech-Startbahn e.V., Bettina Voßberg.

Mit Blick auf die Größenordnung der Finanzierung gebe es dabei grundsätzlich keine Grenze nach oben. „Das Spektrum reicht von Investitionen im Bereich von 100.000 Euro bis hin zu 10 Millionen Euro und mehr“, so Voßberg.

Von besonderem Interesse sind  vor allem Industrieanwendungen, die aus dem Softwarebereich kommen, denkbar sind aber auch Innovationen auf dem Feld der Materialwissenschaften oder der Biotechnologie.

Dass die Reise in die sächsische Landeshauptstadt für Firmen lohnenswert ist, beweist ein Blick auf die Zahlen. „Etwa zehn Prozent der Firmen, die wir in den zurückliegenden Jahren ausgewählt haben, erhalten im Zeitraum von zwölf bis 18 Monaten eine Finanzierung aus dem Investorenkreis“, sagt Voßberg.

Ein Unternehmer, dem dies 2015 mit seiner Firma gelungen ist, ist Max Ruffo vom französischen Startup Terabee. Auf der Cebit berichtete er von seinen Erfahrungen. „Ich war vorher bei vielen Events auf der ganzen Welt. Aber die sind alle so groß, dass es schwer ist, die richtigen Leute zu finden. In Dresden bin ich hingegen sofort mit potenziellen Investoren ins Gespräch gekommen“, sagt Ruffo, der mit seinem Unternehmen Sensoren für industrielle Drohnen entwickelt.

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Max Ruffo ist der Gründer des französischen Startups Terabee. In der Hand hält er einen Sensor für Drohnen. Foto: Stephan Hönigschmid

Neben klassischen Investoren entdecken inzwischen auch Mittelständler das Dresdner Event für sich. „Seit einiger Zeit beobachten wir, dass größere mittelständische Unternehmen mit einem Jahresumsatz von 400 bis 500 Millionen Euro Interesse haben, mit Startups in Kontakt zu kommen. Sie sind nicht nur an einer Rendite interessiert, sondern möchten auch gemeinsame Produkte entwickeln“, so Voßberg.

Dass Dresden dabei für die Startupszene ein idealer Standort ist, bestätigt der Ambassadeur der Vodafone Group, Hartmut Kremling. „In Dresden gibt es eine hervorragende Kombination aus Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Halbleiterindustrie. Auch aus diesem Grund haben wir hier das 5G-Lab etabliert, in dem 19 Professoren und 500 Wissenschaftler an der Zukunft des Mobilfunks arbeiten.“

Die Landeshauptstadt sei weltweit einer der wichtigsten Forschungsstandorte in diesem Bereich, so Kremling. Aus dem 1994 von Vodafone geschaffenen Stiftungslehrstuhl „Mobile Nachrichtensysteme“ an der TU Dresden gingen bisher elf Firmengründungen hervor, von denen fünf an namhafte Partner verkauft wurden.

Obwohl der Gründerstandort Dresden bereits einige Dynamik aufweist, möchten die Verantwortlichen in der Stadtverwaltung das Thema noch intensiver vorantreiben. „Dresden war bereits nach der Wende beim Thema Ansiedlung von Industrieunternehmen sehr erfolgreich. Jetzt sehen wir eine große Dynamik beim Thema Gründung und möchten auch hier die Entwicklung forcieren“, sagt der Leiter der Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Dresden, Robert Franke.

Ein Startup, das mit dem Standort Dresden sehr zufrieden ist, ist unter anderem die Firma „Care Social“, die Patientendaten im Pflegebereich digitalisiert, damit die Pflegekräfte mehr Zeit haben, sich um die Patienten zu kümmern.

„Mit seinen Technologie- und Gründerzentren verfügt Dresden über eine sehr gute Infrastruktur für Gründer. Außerdem ist es praktisch, dass sich Firmen, die einen Investor suchen, auf Dresden Invest präsentieren dürfen“, sagt Geschäftsführer Johannes Kersten.

#Anzeige. Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit der Landeshauptstadt Dresden.

Mehr zum Thema: Diese Startups aus Sachsen solltet Ihr Euch merken! – Firmen, mit denen wir auf unserer Cebit-Tour ins Gespräch gekommen sind.
Aufmacherbild: Tino Böhler

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