1,3 Millionen Euro Förderung für zwei Startups der TU Dresden

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Zwei Gründungsprojekte der Technischen Universität Dresden können sich über eine Finanzspritze von 1,3 Millionen Euro freuen. Im Rahmen der EXIST-Forschungstransfer-Förderung erhalten die Teams DeNovoMATRIX und Enhanced Radio Resource Trading (ERRT) in den kommenden zwei Jahren eine Startfinanzierung, um aus ihren Forschungsergebnissen marktreife Produkte zu entwickeln und den Unternehmensstart vorzubereiten, teilt die TU Dresden auf ihrer Homepage mit.

Das EXIST-Programm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie fördert herausragende Gründungsvorhaben an Hochschulen und Forschungseinrichtungen.

DeNovoMATRIX: der Schlüssel für erfolgreiche Zellkulturforschung

Zellforschung ist wichtig, um die Ursachen für Krankheiten zu ermitteln und Therapien zu entwickeln. Allerdings fühlen sich Zellen nicht in jeder Umgebung gleich wohl. Eine Muskelzelle hat beispielsweise andere Anforderungen an ihre Umgebung als eine Stammzelle.

Professor Yixin Zhang und Dr. Robert Wieduwild, Wissenschaftler am B CUBE – Center for Molecular Bioengineering der TU Dresden, haben deshalb ein sogenanntes Hydrogel entwickelt, das für jede Zelle die geeignete Umgebung schaffen kann.

Anders als bei den bisher üblichen Plastikgefäßen für Zellversuche können sie damit künftig mechanische und biochemische Umgebungseigenschaften für unterschiedliche Zelltypen realitätsnah nachbilden. Ergebnisse aus dem Labor werden so besser auf den Menschen übertragbar.

ERRT: weniger Engpässe durch Handel mit Mobilfunkressourcen

Das Team Enhanced Radio Resource Trading (ERRT) um Professor Eduard Jorswieck widmet sich einem Engpass in Mobilfunknetzen: der Übertragungskapazität. Steigende Nutzerzahlen und zunehmende Datenanwendungen führen dazu, dass eine Basisstation eines Mobilfunkanbieters häufig nicht genügend sogenannte Frequenzbänder besitzt, um alle Verbindungen in hoher Qualität zu bedienen.

Die Software von ERRT ermöglicht es der Basisstation, automatisiert Nutzeranfragen oder ganze Frequenzbändern mit Basisstationen anderer Anbieter zu tauschen oder zu kaufen. Das Team aus Dr. Janis Nötzel, Dr. Siddharth Naik und Miroslav Monok liefert damit nicht nur einen wichtigen Baustein für die neue Mobilfunkgeneration 5G, sondern macht erstmals auch einen übergreifenden Handel mit Mobilfunkressourcen und völlig neue Geschäftsmodelle für Investitionen in die Mobilfunkinfrastruktur möglich.

Beratung und Unterstützung bei der Antragstellung fanden die Wissenschaftler beim Gründungsnetzwerk dresden|exists.

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