Finanzberatung im Raumanzug – so cool war die Innovation Challenge

75 Teilnehmer haben im Dresdner Impact Hub drei Tage lang an den Finanzprodukten der Zukunft gearbeitet. Einige kommen auch tatsächlich zum Einsatz.

Mit ihrer Idee eine virtuellen Finanzberatung im Raumanzug überzeugte das Siegerteam von "Your Space" die Jury. Foto: Tobias Ritz/PR

Mit ihrer Idee einer virtuellen Finanzberatung im Raumanzug überzeugte das Siegerteam von „Your Space“ die Jury. Foto: Tobias Ritz/PR

Dresden. Finanzthemen gelten oft als langweilig. Allerdings muss das nicht so sein. Das beweist Jahr für Jahr die Innovation Challenge „Finance & Insurance“ in Dresden. Am vergangenen Wochenende fand die 2015 von Sherpa.Dresden ins Leben gerufene Veranstaltung bereits zum dritten Mal statt und brachte erneut interessante Ideen für die Finanzbranche hervor.

So entwickelte das Gewinnerteam von „Your Space“ das Konzept einer virtuellen Beratung von jungen Kunden im Alter zwischen 17 und 27 Jahren im Raumanzug. Mit Hilfe von Virtual Reality soll auf diese Weise in der Filiale vor Ort trotz trockener Finanzthemen eine emotionale Kundenbindung entstehen.

75 Teilnehmer nahmen in diesem Jahr an der dritten Ausgabe der Innovation Challenge teil. Foto: Tobias Ritz/PR

75 Teilnehmer nahmen in diesem Jahr an der dritten Ausgabe der Innovation Challenge teil. Foto: Tobias Ritz/PR

Interessant ist auch die Idee vom Team „InvestTinder“ auf Platz 2. Mit InvestTinder soll der Wertpapierkauf für junge Menschen wieder attraktiver werden. InvestTinder schlägt Nutzern Wertpapiere basierend auf ihren Interessen vor. Ähnlich wie bei der bekannten Dating-App können sie den Vorschlag per Wischbewegung nach links oder recht annehmen oder ablehnen. In Verbindung mit lokalen Investments wird zudem mehr Transparenz und eine direkte Verbindung zur Region geschaffen.

Platz 3 ging an Team „Pathfinder – your compass for life“. Dahinter steht das Konzept einer App, mit der junge Menschen eigenständig ihren sicheren Weg durch das Leben finden können. Auf Basis der kumulierten Intelligenz der Community soll die Entscheidungsfindung für wichtige Lebensentscheidungen unterstützt werden.

In lockerer, aber dennoch konzentrierter Atmosphäre arbeiteten die Teams von Donnerstag bis Sonnabend im Dresdner Impact Hub am Hauptbahnhof an ihren Ideen. Foto: Tobias Ritz/PR

In lockerer, aber dennoch konzentrierter Atmosphäre arbeiteten die Teams von Donnerstag bis Sonnabend im Dresdner Impact Hub am Hauptbahnhof an ihren Ideen. Foto: Tobias Ritz/PR

Angesichts dieser kreativen Atmosphäre mit 75 motivierten Teilnehmern zog auch Ronald Scholz von Sherpa.Dresden, der die Veranstaltung gemeinsam mit der Ostsächsischen Sparkasse, der Sparkassenversicherung Sachsen und Progress Finanzplaner veranstaltet hat, ein positives Fazit.

„Im Vergleich zum Vorjahr ist die Innovation Challenge noch einmal um den Faktor 3 gewachsen. Trotzdem hat es auch mit dieser Größe funktioniert“, sagt Scholz und fügt an: „Noch größer soll es aber nicht werden, weil die Veranstaltung dann für den einzelnen Teilnehmer nicht mehr so wirkungsvoll wäre.“

Günstig sei diesmal gewesen, dass ganze Team angetreten seien, die bereits mit konkreten Überlegungen vorbeikamen. „Allerdings führte das auch dazu, dass sie sich nicht ganz so viel mit anderen ausgetauscht haben“, so Scholz, der daher am Ende doch eher in Richtung spontan zusammengestellter Teams tendiert.

Tom Wonneberger vom Progress (li.) und Philipp Munzert von Sherpa sprechen zu den Teilnehmern. Foto: Tobias Ritz/PR

Tom Wonneberger vom Progress (li.) und Philipp Munzert von Sherpa sprechen zu den Teilnehmern. Foto: Tobias Ritz/PR

Neben Teams, die für konkrete Finanzprobleme von Firmen eine Lösung gesucht haben, gab es auch die umgekehrte Vorgehensweise. „SAP und die AOK hatten beispielsweise eine Lösung, für die die Teams potenzielle Kunden ausfindig gemacht haben“, so Scholz.

Dass die Ideen nach der Veranstaltung nicht einfach in der Schublade verschwinden, sondern eine reale Wirkung entfalten, zeigt sich an den Erfahrungen der vergangenen Jahre. So habe das Team „Schlitzohr“ im Vorjahr an einer Kundenbindungsplattform für ein Dresdner Finanzinstitut gearbeitet, die demnächst tatsächlich zum Einsatz kommen soll, so Scholz.

Stephan Hönigschmid

innovation-challenge.de

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