Diese Frauen stehen im Finale des sächsischen Gründerinnenpreises

Die Auszeichnung wird am 3. Februar in der MDR-Zentrale in Leipzig verliehen. Sie möchte Frauen für ihren Mut zum Unternehmertum ehren.

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Dresden/Leipzig. Das sächsische Sozialministerium hat die Finalistinnen für den Gründerinnenpreis 2018 veröffentlicht. Bis zum Ende der Bewerbungsfrist am 31. Oktober vorigen Jahres hatten sich 54 Gründerinnen beworben. Sechs Frauen stehen jetzt im Finale. Die Verleihung findet am 3. Februar ab 10 Uhr in der MDR-Zentrale in Leipzig statt. „Das Engagement sächsischer Gründerinnen zu würdigen und bekannt zu machen, ist mir ein außerordentlich großes Anliegen“, sagt Sachsens Ministerin für Integration und Gleichstellung, Petra Köpping (SPD).

Der Preis ist mit 5000 Euro für den ersten und 1000 Euro für den zweiten Platz dotiert. Die Auswahl der Teilnehmerinnen für das Finale sei der Jury schwer gefallen, weil jede Unternehmerin einen Preis als Anerkennung für ihren mutigen Einsatz verdient habe, so Köpping. Der Preis hat die Form einer Pusteblume und wird jährlich durch die Dresdner Künstlerin Eva Backofen hergestellt. Zum ersten Mal wurde er 2001 verliehen. Damals ging er an die Erwotex GmbH in Jöhstadt.

Die Finalistinnen: 

Annett Barth – Limbach-Oberfrohna

Delta Barth Systemhaus GmbH

Seit 2011 führt Annett Barth das IT-Unternehmen, welches ihr Vater 1990 gegründet hatte. Sie fühlte sich mit dem Unternehmen sowie den Mitarbeitern stets so verbunden, dass die Nachfolge für sie keine Frage, sondern eine Selbstverständlichkeit war.

Mittlerweile besteht das Team aus 65 Mitarbeitern, die etwa 300 Kunden betreuen. Neben den softwarebezogenen Beratungs-und Entwicklungsdienstleistungen unterstützt die Firma alle Kunden  mit Hardware- und Systemtechnik sowie bei der Erstellung und Optimierung der IT-Infrastruktur.

„Ich bin froh, dass mir mein Vater die Möglichkeit geboten hat, in seine Fußstapfen zu treten. Dies sehe ich nicht als Selbstverständlichkeit und möchte die Erfolgsgeschichte Delta Barth weiterschreiben. Dabei bin ich besonders froh und stolz, dass ich mich zu jeder Zeit auf meine Mitarbeiter verlassen kann.“ Annett Barth

 

Undine Filter – Leipzig

Departures Film GmbH

Das Produzieren neuer Geschichten, die die Herzen der Menschen immer wieder aufs Neue bewegen und die für Aufbruch stehen – dafür steht der Name Departures Film seit Gründung der Firma im April 2010. Die kleine, unabhängige Produktionsfirma zielt mit ihren Filmen auf den nationalen und internationalen Arthaus-Markt, jenseits des Mainstreams, ab.

Die Zusammenarbeit mit Nachwuchstalenten, mit weiblichen Filmschaffenden und der Focus auf die Region Sachsen sind Undine Filter wichtig. Im Jahr 2016 wurde sie als deutsche Teilnehmerin des renommierten internationalen Programms „Producer’s On the Move“ ausgewählt, das im Rahmen der Filmfestspiele in Cannes stattfindet. The Hollywood Reporter benannte sie 2016 als einer der „15 Europäischen Nachwuchsfilmemacher“, die man kennenlernen muss.

„Der Markt ist hart umkämpft, umso mehr, da wir nicht nur miteinander, sondern auch mit den Großen oder den noch Größeren aus Hollywood konkurrieren – um Zuschauer, aber auch um Fördertöpfe, ohne die die europäische Filmindustrie nicht überleben kann. Unsere Devise ist daher, dass wir nur miteinander bestehen können. Dafür finden wir sowohl auf europäischer wie auch auf nationaler Ebene passende Synergien.“ Undine Filter

 

Nadine Glasow – Dresden

Universalraum GmbH

Die Unterstützung des Gesundheitswesens durch Architektur, beispielsweise durch bauliche Suizidprävention und bauliche Unterstützung von Demenzpatienten, hat sich Nadine Glasow seit 2011 zur beruflichen und persönlichen Aufgabe gemacht. Dafür hat sie die Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung in Form von evidenzbasierten Planungshandbüchern, die online kostenfrei abrufbar sind, zugänglich gemacht. Die Verknüpfung von Architektur und Wissenschaft ist ein Alleinstellungsmerkmal, welches nach Angaben der Jury des Gründerinnenpreises kein zweites Unternehmen in Deutschland besitzt.

„In fünf Jahren möchte ich gern eine Handvoll interdisziplinär gut ausgebildeter Idealisten in individuell konzipierter Festanstellung an meiner Seite haben, die meine Vision von einer sensiblen und nutzerorientierten Architektur teilen und diese als freundschaftlich verbundenes Team mit Begeisterung in die Welt tragen.“ Nadine Glasow

 

Winni Hortenbach– Leipzig

Undine Kosmetik GmbH

2014 wurde die Kosmetik-Marke Undine wieder angemeldet, die in der ehemaligen DDR bis 1989 vertrieben wurde. Der Bekanntheitsgrad reicht bis in die heutige Zeit. Nun soll die Marke als zeitgemäße Naturkosmetik wieder aufgebaut werden. Sie steht für regionale, duft-und charakterstarke Naturkosmetik auf höchstem Niveau.

Durch gezielte Partnerschaften fördert das Unternehmen die Bio-Diversität und die heimische Wirtschaft. Neben dem Ausbau der Marke gibt es mit dem eigenen Labor ein zweites Standbein, in dem auf Kundenwunsch Rezepturen entwickelt werden.

„In fünf Jahren sehe ich die Marke Undine als sächsische Naturkosmetikmarke mit den drei Serien Apfel aus Streuobstanbau, Sächsischer Bio-Wein und Quitte etabliert. Unterstützt werde ich dann durch ein innovatives Entwicklerteam bestehend aus sechs bis acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.“ Winni Hortenbach

 

Susann Mütze – Kamenz

Tischlerei Mütze GmbH

Die Tischlerei Mütze ist ein Familienbetrieb, der 1823 gegründet und seit 2015 von Susann Mütze in siebenter Generation geführt wird. Der Schwerpunkt der Tätigkeit liegt im Möbelbau. Dabei werden kleine Einzelstücke für Privatkunden bis hin zu Serien für Unternehmen gefertigt.

Neben einem modernen Maschinenpark ist die Zusammenarbeit mit anderen Tischlereien der Region, mit Architekten und anderen Gewerken wichtig.

„Die Entwicklung des gesamten Unternehmens soll stetig voran gehen, vor allem durch die kontinuierliche Umsetzung kleiner Verbesserungen und Innovationen. Ich wünsche mir ein modernes Unternehmen, das seinen Kunden Verlässlichkeit bieten kann.“ Susann Mütze

 

Katrin Lieberum – Dresden 

Zigarren Manufaktur Dresden GbR

In einer kleinen Schauwerkstatt werden seit 2013 im Manufakturverfahren nach kubanischer Tradition Longfiller Zigarren in reiner Handarbeit hergestellt. Gewöhnlich lagern Zigarren bis sie beim Endkonsumenten angelangt sind bis zu zwei Jahre.

Dies verursacht einen Aromaverlust. Durch ein spezielles Konservierungsverfahren des Rohtabaks wird das nach der Fermentation erreichte Aroma erhalten. Die Zigarren-Workshops, die Katrin Lieberum anbietet sollen laut Jury deutschlandweit einzigartig sein.

„Gemeinsam mit meinem Ehemann Lazaro Javier Herrera Cabrera, einem gebürtigen Kubaner, fertige ich qualitativ hochwertige und frische Zigarren. Sein Know-How und seine charismatische, respektvolle und lebensfrohe Art machen die Zigarren Manufaktur einmalig.“ Katrin Lieberum

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