Startup aus Dresden erfindet die Sonnenblende neu

Unter dem Namen „Shade Wings“ haben drei Gründer eine Sonnenblende entwickelt, die einen Sonnenschutz von zwei Seiten ermöglicht. Per Crowdfunding wollen sie jetzt das Geld für die Produktion auftreiben. 

Manuel Kluge, Robert Schippl und Stephan Schicht (von links) sind die Gründer von Shadewings. Foto: Detlev Müller für Shadwings

Manuel Kluge, Robert Schwippl und Stephan Schicht (von links) sind die Gründer von Shadewings. Foto: Detlev Müller für Shadewings

Dresden. Viele Probleme des Alltags sind eine potenzielle Geschäftsidee. Diese Erfahrung machte auch der Dresdner Stephan Schicht (25). Als er während seiner Fahrt zum Studium nach Freiberg aufgrund der zahlreichen Kurven immer wieder mit einer wechselnden Sonneneinstrahlung von vorn und von der Seite zu kämpfen hat, bringt ihn das Ende 2015 auf eine Idee. „Ich habe mir überlegt, dass es doch gut wäre, wenn man die bestehende Sonnenblende nachrüsten könnte, um von beiden Seiten einen Schutz zu haben“, sagt er.

Zusammenarbeit mit Ingenieuren der Hochschule

Gemeinsam mit seinen Studienkollegen Robert Schwippl (27) und Manuel Kluge (26), die er von der Bergakademie kennt, sucht der Wirtschaftsingenieur in der Folge nach einer Lösung. Ausgestattet mit einem Exist-Gründerstipendium tüfteln sie zusammen mit den Mitarbeitern des Lehrstuhls für Konstruktions- und Fertigungstechnik an ihrem Produkt.

Lohn dieser Anstrengungen ist die jetzt unter dem Namen „Shade Wings“ herausgekommene Sonnenblende aus Kunststoff, die auf die bestehende Blende aufgesteckt wird. Die fest eingebaute Blende wird dabei nach links geklappt, während die Blende „Shade Wings“ mit ihrem schwenkbaren Arm an der Frontscheibe vor Sonneneinstrahlung schützt. Obwohl sich das im ersten Moment unkompliziert anhört, steckt eine Menge Arbeit dahinter.

100 Prototypen bis zum Durchbruch

„Wir haben etwa 100 Prototypen gebaut und verschiedene Bewegungsabläufe ausprobiert.“ Zunächst hätten die Gründer die Vorstellung gehabt, dass die reguläre Blende vorn sei und die aufgesteckte Blende links. „Das hat aber nicht gut funktioniert, weil man dann nicht beide Blenden unabhängig voneinander bewegen konnte“, erklärt Schicht.

So funktioniert die Sonnenblende in Aktion. Foto: Detlev Müller für Shadewings

So funktioniert die Sonnenblende in Aktion. Foto: Detlev Müller für Shadewings

Wichtig war auch, dass die neu entwickelte Blende in jedem Auto, vom Kleinwagen bis zum SUV, eingesetzt werden kann. „Wir waren in den zurückliegenden Jahren in vielen Autohäusern und haben das getestet“, so Schicht, der bei der Entwicklung von „Shade Wings“ auch bestimmte Qualitätsstandards erfüllen musste.

Sonnenblende soll einmal 49 Euro kosten

„Es darf zum Beispiel keine scharfen Kanten geben“, sagt der Gründer. Inzwischen ist das Produkt, das einmal um die 49 Euro kosten soll, von der Dekra zertifiziert und entspricht so den notwendigen Qualitätsanforderungen. Von daher kann der Verkauf eigentlich starten. Vorher muss jedoch erst einmal produziert werdne. Um ab September damit starten zu können, haben Schicht, Schwippl und Kluge am 12. Juni auf Kickstarter eine Crowdfundingkampagne gestartet. 15.000 Euro möchten die Gründer der Unimir GmbH auf diese Weise einnehmen. Damit sich der Bekanntheitsgrad ihres Produktes immer weiter erhöht, treten sie darüber hinaus auch im „futureSax“-Ideenwettbewerb an und gehören zu zwölf nominierten Projektideen aus Sachsen, die beim Finale am 25. Juni um den Sieg kämpfen.

Stephan Hönigschmid

www.shadewings.com

https://www.kickstarter.com/projects/667241229/shade-wings-double-sun-visor-making-the-road-a-saf

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