Startup aus Leipzig erfüllt Sehnsucht nach dem Haus am See

Ein Gründer aus der Messestadt setzt auf den Trend zum Wassertourismus. Weil es Anbieter von kleineren Unterkünften oft schwer haben, im Internet gesehen zu werden, hat er ein spezielles Portal gestartet. 

Björn Menzel ist einer der Gründer der Leipziger Firma "Ferien am Wasser". Foto: Ferien am Wasser

Björn Menzel ist einer der Gründer der Leipziger Firma „Ferien am Wasser“. Foto: Ferien am Wasser

Leipzig. Seit anderthalb Jahren gibt es das Leipziger Startup „Ferien am Wasser“. Es bündelt auf einer Seite Angebote für Ferienunterkünfte am See, am Fluss oder am Meer. Das Spektrum der Immobilien, die je nach Lage und Jahreszeit zwischen 50 und 500 Euro pro Übernachtung kosten, reicht dabei von einem modernen Ferienhaus am Hainer See bei Leipzig über ein reetgedecktes Haus im Spreewald bis hin zum exklusiven Quartier am Nordseestrand auf Sylt. Voraussetzung ist, dass die Wohnungen nicht mehr als 500 Meter vom Wasser entfernt sind. „Das ist unser Alleinstellungsmerkmal, weil es im Internet auch jede Menge Ferienwohnungen gibt, die zwar am Wasser sind, aber eben nicht so nah“, sagt einer der Gründer des Startups, Björn Menzel.

Vermieter wollen neue Wege bei der Vermarktung gehen

Zugute kommt dem Unternehmer, dass nicht nur immer mehr Menschen nach Unterkünften am Wasser suchen, sondern es auch bei den Vermietern das Bedürfnis gibt, bei der Vermarktung neue Wege zu gehen. „Einzelne Vermieter werden mit ihrer Homepage im Internet schlecht gefunden. Und auch auf großen Portalen gehen sie mit ihrem Angebot häufig unter. Sie kommen daher gern zu uns, um sich zu präsentieren“, erklärt Björn Menzel die Vorzüge eines sogenannten Special-Interest-Portals.

Diese Ferienhaus befindet sich im Spreewald. Foto: Björn Menzel/Ferien am Wasser

Dieses Ferienhaus befindet sich im Spreewald. Foto: Björn Menzel/Ferien am Wasser

Geld sparen können die Vermieter dadurch ebenfalls. Währen auf großen Portalen bisher im Schnitt bis zu 20 Prozent der Einnahmen für Gebühren draufgingen, sei dies bei „Ferien am Wasser“ anders. „Wir möchten diesen Menschen ein neues Angebot machen. Für eine Jahresgebühr von 59,95 Euro können sie sich bei uns mit Fotos, Beschreibungen, einem Belegungskalender und einem Link zu ihrer eigenen Homepage den Interessenten vorstellen, erklärt Björn Menzel sein Geschäftsmodell, mit dem er zukünftig auch an Tourismusverbände herantreten möchte. 

Auch in der Leipziger Region gibt es einige Angebote so wie dieses Haus am Hainer See. Foto: Björn Menzel/ Ferien am Wasser

Auch in der Leipziger Region gibt es einige Angebote so wie dieses Haus am Hainer See. Foto: Björn Menzel/ Ferien am Wasser

Portal vermittelt nur den Kontakt

Da die Kommunikation vollständig zwischen Anbieter und Endkunden abläuft, ist es Björn Menzel nicht möglich, etwas zu konkreten Buchungszahlen zu sagen. „Das ist aus Datenschutzgründen so“, sagt der Unternehmer, der dafür aber die Zahl der Anbieter und die Zugriffe auf die Homepage nennen kann. „Wir haben jetzt 60 Unterkünfte auf der Seite. Unser Portal verzeichnete laut Google Analytics im Januar reichlich 30.000 Seitenaufrufe“, sagt Menzel.

Von der Terrasse aus angeln

Ein geografischer Schwerpunkt sei bei den Wohnungen momentan die Mecklenburger Seenplatte, aber auch das Leipziger Neuseenland werde zunehmend sichtbarer. „Im Neuseenland sind in letzter Zeit zahlreiche Häuser am und auf dem Wasser entstanden. So gibt es beispielsweise am Hainer See mehrere Objekte, die als Stelzenhäuser im Wasser stehen.“ Interessant sei das mitunter auch für Angelfreunde, die in manchen Gegenden direkt von der Terrasse aus angeln könnten, so Menzel.

Ein Bootshaus an der Mecklenburgischen Seenplatte. Foto: Björn Menzel/Ferien am Wasser

Ein Bootshaus an der Mecklenburgischen Seenplatte. Foto: Björn Menzel/Ferien am Wasser

Um dem Rechnung zu tragen, hat Björn Menzel an dem Portal Veränderungen vorgenommen. „Das war ein Lernprozess. Wir haben beispielsweise eine Suchfunktion mit Kriterien wie „schwimmende Häuser“, „Hausboot“, oder „Haus mit Steg“ hinzugegefügt, weil die Menschen direkt nach diesen Dingen suchen möchten“, sagt Menzel. 

Stephan Hönigschmid

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Stephan Hönigschmid – Gründer von Founderella

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