Dresdner Startup erstellt Patientenbriefe für Herzzentrum

Als erste Klinik in Deutschland testet das Herzzentrum in Dresden den automatisierten Service. Patienten können mit Hilfe des leicht zu verstehenden Briefes ihren Krankenhausaufenthalt besser nachvollziehen.

Der Ärztliche Direktor des Herzzentrums, Prof. Axel Linke, Geschäftsführerin Prof. Bärbel Held, TU-Professorin Antje Bergmann und „Was hab ich“-Geschäftsführer Ansgar Jonietz (v.l.n.r.) Foto: Amac Garbe für „Was hab‘ ich“

Dresden. Ab sofort erhalten Patienten des Dresdner Herzzentrums zusätzlich zu ihrem regulären Entlassungsbrief auch einen leicht zu verstehenden Patientenbrief. Möglich macht das die Software des Dresdner Startups „Was hab‘ ich?“. Sie erstellt automatisiert patientenverständliche Briefe, ohne Aufwand für Ärzte und Klinikpersonal.

Mittels einer an die Klinik-IT angeschlossenen Software werden die individuellen Patientenbriefe auf Basis strukturierter Entlassungsdaten erzeugt. Die fertigen Dokumente werden in der Klinik automatisch gedruckt und können den Patienten direkt übermittelt werden. Das System ist mit tausenden leicht verständlichen Textbausteinen gefüllt. Erstellt wurden diese von den hauptamtlich bei „Was hab‘ ich?“ beschäftigten Ärzten.

Patienten können besser ihren Lebensstil anpassen

Für Prof. Dr. Axel Linke ist der Patientenbrief eine gute Ergänzung zum regulären Arztbrief. „Kommunikation, also der Austausch von Informationen funktioniert nur dann, wenn beide Seiten den Inhalt verstehen und hieraus resultierend korrekt handeln. Dass das nicht immer der Fall ist, sehen wir häufig im Klinikalltag“, erklärt der Ärztliche Direktor des Herzzentrums Dresden und ergänzt: „Das hier in Dresden entwickelte Tool von ‚Was hab‘ ich?’ informiert die Patienten nicht nur laienverständlich über ihre Erkrankung, sondern gibt ihnen auch die Möglichkeit, sich bewusster zu verhalten, auf ihre Gesundheit zu achten und ihren Lebensstil anzupassen“, sagt der Herzexperte. 

Patientenbriefe erstmals automatisiert erstellt

Ansgar Jonietz, Geschäftsführer und Mitgründer von „Was hab‘ ich?“, ist überzeugt davon, dass die mittels der Software automatisiert erstellten Patientenbriefe zukünftig Standard eines jeden Entlassungsmanagements sein sollten: „Wir haben bereits in unserem Pilotprojekt gezeigt, welche Vorteile leicht verständliche Entlassbriefe sowohl für Patienten, Ärzte als auch Kliniken haben. Jetzt können wir die Patientenbriefe erstmals komplett automatisiert erstellen. Mit dem Herzzentrum Dresden haben wir dafür genau den richtigen Partner gefun- den – ich hoffe, dass unser gemeinsames Projekt ein Signal setzt und vielen weiteren Kliniken zeigt, wie ein- fach und wichtig es ist, Patienten verständliche Gesundheitsinformationen zu bieten“, so Jonietz. 

Positive Rückmeldungen auf neuen Service

Schon jetzt gibt es zahlreiche positive Rückmeldungen auf die ersten Patientenbriefe des Herzzentrums. Im begleitenden Fragebogen loben die Patienten die Verständlichkeit und Nachvollziehbarkeit. Ein Patient schreibt dazu: „Mit dem Patientenbrief kann ich auch anderen meinen Krankenhaus-Aufenthalt und die er- forderlichen Maßnahmen gut erläutern.“ 

Bei dem Projekt im Herzzentrum handelt es sich um ein Pilotprojekt, das in Zusammenarbeit mit dem Bereich Allgemeinmedizin des Dresdner Uniklinikums ausgewertet wird. 

Herzzentrum Dresden Universitätsklinik 

Das Herzzentrum Dresden Universitätsklinik, ein Krankenhaus der Sana Kliniken AG, ist ein Fachkrankenhaus der Maximalversorgung mit 220 Planbetten und ca. 650 Mitarbeitern. Insgesamt werden in den Kliniken für Herzchirurgie sowie Innere Medizin und Kardiologie jährlich rund 13.000 Patienten ambulant und ca. 10.000 Patienten stationär behandelt. 

Über „Was hab‘ ich?“ 

„Was hab‘ ich?“ setzt sich seit 2011 für eine Verbesserung der Arzt-Patienten-Kommunikation ein.
Das Sozialunternehmen mit Sitz in Dresden bietet mit der Website washabich.de eine Anlaufstelle für Patienten, die ihre Befunde verstehen möchten. Gleichzeitig bildet es Mediziner in patientenverständlicher Kommunikation aus. Außerdem arbeitet und forscht „Was hab‘ ich?“ an weiteren, massentauglichen Lösungen für die Vision einer Arzt-Patienten-Kommunikation auf Augenhöhe. 

STH

washabich.de

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