Dieses Leipziger Startup digitalisiert die Pflege

Mit der Wundera-App können Pflegekräfte chronische Wunden einfacher dokumentieren. Datenschutz wird dabei groß geschrieben. 

Michael Aleithe (34) und Philipp Skowron (30) sind die Gründer des Startups Sciendis. Foto: Sciendis GmbH

Michael Aleithe (li.,34) und Philipp Skowron (30) sind die Gründer des Startups Sciendis. Foto: Sciendis GmbH

Leipzig. Schwester Agnes – vielen im Osten sind die Geschichten der aufopferungsvollen Gemeindeschwester ein Begriff. Mit ihrem Moped fuhr sie in dem populären Film von Dorf zu Dorf und versorgte ihre Patienten. Würde der Film in der Gegenwart spielen, bräuchte Agnes statt eines Mopeds ein Motorrad. Anders wäre es zeitlich kaum noch zu schaffen. Grund dafür ist jedoch nicht, dass die Betreuung der Kranken sehr viel länger dauern würde, sondern dass die Bürokratie, die sogenannten Dokumentationspflichten, deutlich gewachsen sind. 

Wundvermessung mit dem Handy

Einen Ausweg aus dieser Misere möchte jetzt das Leipziger Startup Sciendis bieten. Mit seiner Wundera-App sollen die Pflegekräfte bei ihrer täglichen Arbeit entlastet werden. „Chronische Wunden wie zum Beispiel Dekubitus (Druckgeschwür durch Wundliegen, Anm.d.Red.) müssen regelmäßig dokumentiert werden. Derzeit ist das hochkomplex und wird mit Papier, Stift und Fotoapparat erledigt. Wir haben diesen Prozess in unsere App übertragen und vereinfacht“, erklärt Sciendis-Mitgründer Michael Aleithe (34). So könne das Foto der Wunde mit dem Handy aufgenommen werden. Dabei finde gleich eine automatische Wundvermessung statt. Darüber hinaus könnten Angaben zur Wunddokumentation per Sprachsteuerung hinzugefügt werden. Dazu zählten unter anderem die Schmerzstärke oder der Wundgeruch, sagt Aleithe.

Die Wundera-App gibt es für Android und iOS. Foto: Sciendis GmbH

Die Wundera-App gibt es für Android und iOS. Foto: Sciendis GmbH

App funktioniert auch ohne Internet

Funktionieren soll das selbst in ländlichen Regionen mit schlechter oder gar keiner Internetverbindung. Die App sei auch Offline voll funktionsfähig. Sobald wieder eine Verbindung bestehe, synchronisiere man die Daten mit dem Server, teilte das Unternehmen mit. Neben dem Pflegedienst können die Daten auch mit den behandelnden Ärzten sowie der Krankenkasse geteilt werden, wenn der Patient zustimmt. Dafür hat das Startup…

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Stephan Hönigschmid – Gründer von Founderella

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