Startup: Drei Millionen Euro für Schädlingsbekämpfer aus Dresden

Mit ihrer smarten Lösung zur Schädlingsbekämpfung konnten die Zepta-Gründer Martin Cirillo-Schmidt, Lukas Deuscher und Nick Leiding (v.l.n.r.) die Investoren überzeugen. Foto: Zepta Technologies
Dresden. Das Dresdner Startup Zepta hat von verschiedenen Investoren fast drei Millionen Euro bekommen. Wie das Startup für Schädlingsbekämpfung mitteilte, hat es damit seine erste Finanzierungsrunde erfolgreich abgeschlossen. Investoren sind den Angaben zufolge der TGFS Technologiegründerfonds Sachsen, GIMIC Ventures, die bm-t aus Thüringen und der Chemovator, das Inkubator-Programm von BASF. Mit dem frischen Kapital will Zepta sein Wachstum beschleunigen, Kunden gewinnen und Branchenführer in der digitalen Schädlingsbekämpfung werden.
Datengetriebene Schädlingsüberwachung
Zepta bietet nach eigenen Angaben eine IoT-basierte, datengetriebene Lösung bei der Schädlingsbekämpfung. Statt Köder für Schädlinge, wie zum Beispiel Ratten, regelmäßig manuell zu überprüfen, ermöglicht das Startup demnach eine 24/7-Überwachung in Echtzeit. Durch das smarte Monitoring-System würden die wirkstoffhaltigen Köder nur bei Bedarf eingesetzt. Auch bereits vorhandene Fallen ließen sich mit der Lösung nachrüsten. Das reduziert die Zahl unnötiger Einsätze um bis zu 90 Prozent, spart Unternehmen hohe Kosten und minimiert den ökologischen Fußabdruck der Branche, teilte Zepta mit.
Milliardenmarkt für Schädlingsbekämpfung
Durch den Klimawandel vermehren sich laut Zepta Ratten und andere Nagetiere immer schneller. Sie gefährdeten Ernten in der Landwirtschaft, verbreiteten Krankheiten und zerstörten Infrastruktur. Vor wenigen Monaten habe ein Nagetierbefall zum Beispiel den Flughafen Frankfurt lahmgelegt. Experten schätzen demach, dass der Markt der Schädlingsbekämpfung bis 2028 auf rund 30 Milliarden Euro anwachsen wird.