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Journalismus-Startups: Vom Kunden- zum Fanprinzip
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Hallo liebe Leser,

Die Corona-Krise sorgt in vielerlei Hinsicht für Denkanstöße. Kein Wunder, dass Journalisten in den vergangenen Wochen jede Menge zu tun hatten. Infektionszahlen, Ausgangsbeschränkungen, Lockerungen – das Informationsbedürfnis ist hoch. Dennoch gibt es ein Problem: Wer die sozialen Netzwerke verfolgt, stößt immer wieder auf eine bestimmte Forderung: Öffnet die Bezahlschranke. Einige waren der Meinung, dass brandaktuelle Nachrichten zur Krise stets kostenlos zugänglich sein müssten. Das ist paradox, geben doch die gleichen Menschen wie selbstverständlich Geld für Toilettenpapier oder das Netflix-Abo aus. Wie passt das zusammen?

165.000 Euro per Crowdfunding eingenommen

Die Frage ist nicht neu und hat verschiedene Ursachen (Kostenloskultur in der Vergangenheit etc.). Sie soll an dieser Stelle auch nicht beantwortet werden. Stattdessen der Blick auf ein Leipziger Startup. Das Team von „Buzzard“ hat Ende 2019 rund 165.000 Euro per Crowdfunding eingesammelt und geht am 19. Mai mit seiner neuen App an den Start. Dort sollen täglich zwei Themen und eine Debatte dargestellt werden. Aus Blogartikeln, klassischen Medien, aber auch wissenschaftlichen Publikationen wollen die Journalisten dem Leser einen umfassenden Überblick über die Nachrichtenlage geben. Obwohl manche in der Branche auch das Kuratieren kritisch sehen und die Gründer zudem bei einem kürzlich erschienenen Beitrag aufgrund einer falschen Quellenauswahl einen Twitter-Shitstorm zu bewältigen hatten, ist das Leipziger Startup für die Zukunft des Journalismus interessant. Die Entwicklung könnte man unter der Überschrift vom Kunden- zum Fanprinzip zusammenfassen.

Leser will Teil der Familie werden

Waren die Leser über Jahrzehnte in erster Linie Konsumenten der geradezu ex cathedra verkündeten Nachrichten, hat sich die Situation durch das Internet grundlegend gewandelt. Der Leser möchte nicht nur ein Produkt erwerben, sondern mit einbezogen werden und Teil des Ganzen sein. An dieser Stelle kommt das Fan-Prinzip ins Spiel. Gut beobachten lässt es sich zum Beispiel am Hype um Apple-Produkte. Käufer sind dort nicht einfach nur Käufer, sondern gewissermaßen Teil der Apple-Familie. Sie fühlen sich als Avantgarde und verzeihen dem Unternehmen dadurch auch Fehler. Ähnlich ist das übrigens in der Politik bei den eingeschworenen Trump-Wählern in den USA. Sie scheren sich nicht um die Skandale, sondern sehen die Lage eher im Sinne von „Wir gegen den Rest der Welt“.

Abo für 833 Euro im Monat

Nun möchte hierzulande sicherlich kein Medium unkritische Leser haben, die in Nibelungentreue alles akzeptieren. Dennoch ist dieser mitgliedergetriebene Weg ein spannendes Modell. Beispiele wie „The Correspondent“ aus den Niederlanden beweisen außerdem, dass es langfristig funktionieren kann. Und auch Gabor Steingart scheint mit seinen Media Pioneers diesen Weg gehen zu wollen. Letzterer bietet neben monatlichen Abos zu 25 oder 50 Euro auch eines für 833 Euro an. Wer soll das bezahlen?, werden sich manche wundern. Ein klassischer Leser sicher nicht, aber ein Fan, der das Abo als Zugang zu einem exklusiven Club begreift, welcher es ihm neben dem Erwerb der journalistischen Produkte ermöglicht, spannende Menschen kennenzulernen sowie inspirierende Vorträge und Tagungen zu besuchen, der könnte schon dazu bereit sein. Hundertprozentig weiß es niemand im Vorhinein. Daher ist es gut, dass es ausprobiert wird. Just do it.

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Nach erfolgreichem Crowdfunding wollen die Gründer von „Buzzard“ ab Dienstag durchstarten. Aus einem Shitstorm auf Twitter ziehen sie Konsequenzen. 
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