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Öko-Kerosin statt Flugverzicht +++ Wie tote Finger iPhones entsperren
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Hallo liebe Leser,

„Was macht ihr denn da?“ „Wir reißen die Ziegelei ab.“ „Aber wir brauchen doch die Ziegel.“ „Ja eben. Deshalb reißen wir sie ja ab.“ Diese Sätze stammen vom Leipziger Studentenkabarett „Rat der Spötter“ in der DDR. Den früheren Tatortkommissar Peter Sodann brachten sie Anfang der 1960er Jahre in Untersuchungshaft. Obwohl das lange her ist, ist das Szenario – wenngleich unter anderen Vorzeichen – aktueller denn je. Auch gegenwärtig wird im Zuge der Klimadiskussion vor allem über Verzicht und Einschränkungen und kaum über neue Wege und Lösungen diskutiert. Viel lieber rennen klimabegeisterte Jugendliche auf die Flughäfen und machen hart arbeitenden Menschen ihre Urlaubsreisen madig. Man reißt – um im Bilde zu bleiben – lieber die Fabrik ein, anstatt neue, bessere Ziegel zu produzieren.

Erneuerbares Kerosin für die Luftfahrt

Dass Flugreisen und Klima kein Widerspruch sein müssen, beweist unter anderem das Dresdner Startup „Sunfire“. Aus seinem künstlich hergestellten Erdöl lässt sich auch Kerosin gewinnen. Bis zur Marktreife wird es zwar noch etwas dauern, aber es tut sich was. Wie Technikchef Christian von Olshausen (39) mitteilt, gibt es seit einiger Zeit ein gemeinsames Projekt mit dem Flughafen Rotterdam für die effiziente Herstellung von erneuerbarem Kerosin für die Luftfahrt. Mit der Gesellschaft Transavia habe man sogar schon die erste Fluggesellschaft als Abnehmer gefunden. Darüber hinaus gebe es auch ein generelles Interesse bei den Fluggesellschaften, da beispielsweise in den Niederlanden eine verpflichtende Beimischung von erneuerbaren Kraftstoffen diskutiert werde, so von Olshausen.

Leipzig buhlt um Super-Agentur

Obwohl der Name nicht gerade cool klingt, hat es diese Agentur in sich. Wie die LVZ mitteilt, bewirbt sich Leipzig um die Ansiedlung einer sogenannten „Agentur für Sprunginnovationen“. Die Bundesagentur soll mit einem Milliardenbudget ausgestattet werden und sich beispielsweise um Themen wie Künstliche Intelligenz, Klimaschutz und Gesundheit kümmern. Neudeutsch würde man im Startup-Umfeld wohl eher von disruptiven Ideen sprechen, die neue Geschäftsmodelle hervorbringen und ganze Branchen aufmischen. Ganz gleich jedoch, wie die Behörde heißt, eines ist auf jeden Fall klar: Sie wird der Startup-Szene in der jeweiligen Region einen deutlichen Schub geben. Da wundert es kaum, dass auch Berlin und Potsdam die neue Superagentur anlocken möchten. Im September soll die Entscheidung fallen. Nach der verpassten Batteriefabrik in der Lausitz wäre dies eine neue Chance für den Osten. Da Berlin und Potsdam ohnehin überlaufen sind, könnte Leipzig eine charmante Lösung sein, zumal es dort ebenfalls ein bereits gut funktionierendes Startup-Ökosystem gibt.

Polizei nimmt Finger von Toten, um iPhone zu entsperren

Neben Innovationen bringt diese schöne neue Technikwelt auch Probleme mit sich, die es vorher in dieser Form nicht gab. Ein Dauerbrenner ist dabei das Thema Privatsphäre. Immer wieder wird beispielsweise die Frage diskutiert, was mit den Social-Media-Konten oder auch den Handydaten passiert, wenn Menschen sterben. US-amerikanische Polizisten haben im Fall von strafrechtlichen Ermittlungen jetzt einen recht unorthodoxen Ansatz gewählt. Nach Angaben des Magazins Forbes haben sie einfach die Finger von Toten auf das iPhone gelegt, um dieses zu entsperren. Während sie bei lebenden Menschen oder bei gemeinsam genutzten iPhones eine Art Durchsuchungsbefehl bräuchten und außerdem auf die Persönlichkeitsrechte achten müssten, entfällt diese Pflicht bei Verstorbenen…

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne...

Damit dieser Newsletter nicht ganz so so morbid endet, wollen wir uns erneut der Literatur zuwenden. Und das mit einem Rockstar der Schriftstellerei: Hermann Hesse. Eines seiner berühmtesten Gedichte könnte eine Hymne der Startup-Szene sein. So heißt es in dem Werk „Stufen“:

„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben“ sowie
„Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.“

Bestimmte Dinge in Frage zu stellen und neu und unkonventionell zu denken. Dazu fordert das Gedicht auf. Und obwohl diese Wandlungsfähigkeit besonders auf die Startup-Welt zutrifft, sollte sie auch bei den Großunternehmen ganz oben auf der Tagesordnung stehen. China schläft nicht und hat – anders als die Europäische Union – in Gestalt der neuen Seidenstraße eine sehr konkrete Strategie. Wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt, nutzen die Chinesen Osteuropa – insbesondere Serbien – als Einfallstor nach Europa. Sie errichten dort Brücken, Autobahnen und Hochgeschwindigkeitstrassen. Die EU sollte sich schleunigst an die Weisheit aus dem alten Fleetwood-Mac-Klassiker erinnern: Don't stop thinking about tomorrow...

Eine schöne Woche wünscht Ihnen

Ihr Stephan Hönigschmid

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