Containerüberwachung made in Dresden geht in Serie
Die Firma Packwise hat die Entwicklung ihres Smart Cap abgeschlossen. Gemeinsam mit den Spezialisten von Diehl Connectivity Solutions aus Nürnberg bringt sie die IoT-Anwendung nun auf den Markt.
Dresden/Nürnberg/Berlin. Die Testphase ist vorüber, jetzt beginnt die Serienfertigung. Zusammen mit den Spezialisten von Diehl Connectivity Solutions (DCS) bringt das Dresdner Startup Packwise Anfang 2020 seinen sogenannten Smart Cap auf den Markt.
Das teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Das Gerät, das sich umgangssprachlich als „intelligente Mütze“ übersetzen lässt, wird an Intermediate Bulk Containern (IBC) befestigt und verfolgt ihren Standort. Außerdem überwacht es den Füllstand. Bei Intermediate Bulk Containern handelt es sich um große Stahl- oder Kunststoffbehälter, die in der Industrie als Verpackung für Dinge wie zum Beispiel Orangensaft oder Industriesäuren verwendet werden.
„Wir freuen uns, für die Industrialisierung des Packwise Smart Cap nun Diehl Connectivity Solutions als einen Partner auf Augenhöhe an unserer Seite zu haben.“ Das zum Diehl-Konzern gehörende Unternehmen stehe für qualitativ hochwertige Produkte aus Deutschland und höchste industrielle Standards. Das sei gerade für die Produktion großer Stückzahlen samt Industriehärtung ein unverzichtbarer Vorteil, sagt Packwise-Geschäftsführerin Gesche Weger.
Die Verantwortlichen bei Diehl Connectivity Solutions sehen für die Dresdner Entwicklung großes Potenzial auf dem Logistik-Markt. „Gemeinsam mit Packwise erschließen wir ein wegweisendes digitales Geschäftsmodell in der Logistik, das ökologisches Wirtschaften mit handfesten Kostenvorteilen verbindet“, sagt Horst Leonberger, Managing Director bei DCS. „Wir sind Service Provider und bringen Daten sicher, normiert und drahtlos in die IT-Systeme der Kunden, wo sie in der Kundenhoheit analysiert und ausgewertet werden“, erklärt Nikolaus Haas, Director Sales & Customer Solutions bei DCS.
Der Packwise Smart Cap ist in Zukunft weltweit einsetzbar. Er wird einfach auf den Containern befestigt und ermöglicht in Zukunft auch neue Geschäftsmodelle. So wird etwa das Nachbestellen von Produkten oder die Produktionsplanung vereinfacht. Auch ein Pay-per-use, also das Bezahlen nach tatsächlichem Verbrauch, ist damit möglich. Mit mehreren Pilotkunden aus der Industrie befindet sich Packwise derzeit mit seinem Smart Cap in der Integrationsphase. Das Patent ist angemeldet. Das Verfahren für Zertifizierungen und Zulassungen für verschiedene Industrieanwendungen im Lebensmittel- und Chemiebereich läuft bereits.
STH