Kassen zahlen für Leipziger Kinderwunsch-Therapie
Das Startup Vivosens Medical hat die Zusage für die Übernahme der Kosten in der Tasche. Einen Eigenanteil für Patientinnen gibt es trotzdem.

Mit Hilfe des Ovularings schaffen es manche Frauen schwanger zu werden, die die Hoffnung schon aufgegeben hatten. Foto: Vivosens Medical/Anne-Kreuz-Fotografie
Dresden. Der Ovularing des Leipziger Startups Vivosens Medical ermittelt die besten Tage der Frau, um ein Kind zu zeugen. Jetzt haben die vier gesetzlichen Krankenkassen BIG direkt gesund, HEK – Hanseatische Krankenkasse, IKK Südwest und mhplus Krankenkasse erklärt, dass sie die Kosten dieser Behandlungsmöglichkeit für Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch übernehmen.
„Etliche Kinderwunschbehandlungen erfolgen verfrüht und belasten Paare mit Kinderwunsch. Mit der Zyklusdiagnostik von OvulaRing wollen wir die Chance auf eine natürliche Schwangerschaft erhöhen“, sagt Peter Kaetsch, Vorstandsvorsitzender von BIG direkt gesund.
Eigenanteil von 99 Euro
Alle vier Krankenkassen bieten die Leistung ab sofort außerhalb der Regelversorgung an. Sie kann jeweils bis zu zwölf Monate in Anspruch genommen werden. Jede Anwenderin muss einen einmaligen Eigenanteil von 99 Euro zahlen. Die vier Krankenkassen haben rund 300.000 weibliche Versicherte zwischen 25 und 40 Jahren, die zur OvulaRing-Zielgruppe zählen.

Der Ovularing hat einen Durchmesser von fünf Zentimetern. Daran ist ein Sensor befestigt, der 288 Mal am Tag in der Scheide die Temperatur misst, um die fruchtbarsten Tage zu bestimmen. Mit dem rosa Lesegerät werden die Daten des Sensors ausgelesen. Foto: Vivosens Medical
Aktuell benutzen über 3.000 Frauen in Deutschland, Österreich und der Schweiz OvulaRing. Die Kooperation wird durch eine Studie zur Zyklusdiagnostik bei unerfülltem Kinderwunsch begleitet. Sie ist die bisher weltweit größte Untersuchung dieser Art.
Mehr Informationen unter: www.ovularing.com / www.vivosensmedical.com
Vivosens Medical bindet sich exklusiv an Vertriebspartner